Gründungsgeschichte

 

Vor der Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr sah es in Bergham »nicht besonders gut aus«. Aus der damaligen Gemeinde Bergham gehörten zehn Personen der Freiwilligen Feuerwehr Nittenau an, die anderen hatten wenig übrig für das Feuerlöschwesen. So sagten einige bei einem durch Blitzschlag verursachten Brand des Stadels von Joseph Brunner "Ist ja bloß der Brunnerstadel" und gingen wieder an ihre Arbeit. An Lösch- und Rettungsgeräten waren außer einer Anstellleiter und zwei Feuerhaken nichts vorhanden. Vom königlichen Bezirksamt in Roding ging an den damaligen Bürgermeister Betz schließlich der Auftrag, in der Gemeinde Bergham eine freiwillige Feuerwehr zu gründen und damit das Löschwesen zu verbessern.

Zu der am 10. Mai 1905 im Gasthaus Andreas Betz (ehemals Gaststätte Hierl – heute Privathaus in der Berghamer Straße am Abzweig in die Fischbacher Straße) stattfindenden Gründungsversammlung fanden sich folgende Gründungsmitglieder ein:

Michl Bauer, Andreas Betz, Franz Betz, Joseph Bindl, Johann Bollwein, Michl Deml, Joseph Dietl, Franz Feldmeier, Michl Gleixner, Franz Heller, Wolfgang Hofbauer, Johann Karl, Johann Reisinger, Johann Riedl, Karl Riedler, Johann Schmatz, Alois Schmid, Baptist Schwabenbauer, Joseph Schwabenbauer, Joseph Spickenreuther, Lorenz Stretz, Simon Stretz, Johann Weber (Steinhauer) und Johann Weber (Konditor).

Außerdem hatte sich zur Gründungsversammlung Herr Lehrer Kregler von Bodenstein eingefunden, der den Straßenwärter Joseph Dietl, der als eigentlicher Gründer der Feuerwehr in Bergham gilt, maßgeblich unterstützt hatte.

In der am 21. Mai 1905 durchgeführten ersten Versammlung der neu gegründeten Wehr wurde folgender Verwaltungsrat gewählt: Kaufmann Karl Rieder als Vorstand, Straßenwärter Joseph Dietl als Kommandant, Schuhmacher Michl Bauer als Schriftführer und Kassier, Wirtssohn Franz Betz als Adjutant, Schmid Karl Lehner als Zeugmeister, Schleifgeselle Wolfgang Hofbauer als Steigerzugführer (Gruppenführer).

Bereits am 12. Mai 1905 hatte die Wehr von der Gemeinde eine „fahrbare vierrädrige Löschmaschine" eine Handdruckspritze erhalten, welche Ausrüstung schon am 17. September 1905 durch den "Bezirksfeuerwehrersatzvertreter" Dendorfer der ersten Inspektion unterzogen wurde mit dem Ergebnis: "Verlauf gut". Am 29. Oktober 1905 kaufte die Gemeinde eine zweirädrige Schlauchhaspel.

 

Erste Aktivitäten

Der erste Brandeinsatz erfolgte am 9. April 1906. Durch einen Futterdämpfer war ein Strohhaufen im Hofraum des Mathias Hochmuth in Brand geraten, welcher jedoch ohne Verwendung der Spritze gelöscht werden konnte. Noch im Jahr der Gründung, nämlich am 23. Juli 1905, war der erste Betriebsunfall zu beklagen: Bei einer Übung wurde dem Zeugmeister Karl Lehner das erste Glied am Zeigefinger der rechten Hand abgedrückt. Als Unterstützung erhielt der Verunglückte damals 221,98 Mark.

Wie für jeden Verein, so stellte sich auch für die Freiwillige Feuerwehr Bergham sehr bald die Frage, wie außer der gemeindlichen Unterstützung die erforderlichen Geldmittel für die Bestreitung der mannigfaltigen Ausgaben beschafft werden können. So wurde bereits am 6. Januar 1906 die erste Christbaumfeier mit Glückshafen veranstaltet. Die Höhe des Reinerlöses ist leider nicht überliefert, doch muss die Sache kein schlechtes Geschäft gewesen sein, denn in den folgenden Jahren wurde die Christbaumfeier zum regelmäßigen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens innerhalb der Wehr.

Die erste Fahnenweihe der Wehr fand am 24. Juni 1910 statt. An der Festlichkeit beteiligten sich 19 als Gäste geladene Feuerwehren und Vereine, darunter die Freiwillige Feuerwehr Nittenau als Patenverein. Die Weihe der Fahne wurde in der Pfarrkirche zu Nittenau, der Festakt und die darauffolgende Unterhaltung mit Konzert im Gasthaus Aumüller abgehalten.

In den folgenden Jahren beteiligte sich die Wehr an zahlreichen Feuerwehrveranstaltungen und sonstigen Festlichkeiten anderer Vereine in der ganzen Umgebung. Am 12. März 1911 war die Wehr auch vertreten bei der festlichen Begehung des 90. Geburtstages Seiner kgl. Hoheit Prinzregent Luitpold.

Am 22. Juni 1930 beging die Feuerwehr Bergham in einfacher und schlichter Weise die Feier ihres 25-jährigen Gründungsfestes.

Nach einer heiligen Messe für die verstorbenen Kameraden mit anschließender Gefallenenehrung am Kriegerdenkmal fand am Nachmittag ein Konzert im Aumüllergarten statt. Eingeladen war nur die Patenfeuerwehr Nittenau.

 

Jahre 1933 - 1954

Die NS Zeit prägte in zunehmendem Maße dann auch die Feuerwehr. Durch die Machtübernahme 1933 wurde die Wehr zunächst äußerlich nicht beeinflusst; innerhalb der Wehr vollzog sich der Wechsel des Systems förmlich.

Ab 1936 wurde von den Gleichschaltungsbestrebungen der neuen Machthaber periodisch auch das gesamte Feuerlöschwesen in seiner Organisation erfasst. Als Vereine und Verbände wurden die Feuerwehren aufgelöst; als Hilfspolizei (Feuerlöschpolizei) in paramilitärischer Form entstanden sie wieder. In einer landeseinheitlich vorgedruckten Erklärung musste der Führer der Freiwilligen Feuerwehr

(bisher 1. Kommandant) folgende Verpflichtung abgeben:

 

"Ich verpflichte mich, die Freiwillige Feuerwehr dem Ortspolizeiverwalter zu unterstellen und die Vorschriften, die in Zukunft für die als Feuerlöschpolizei anerkannten Freiwilligen Feuerwehren erlassen werden, auch bei der mir unterstellten Feuerwehr durchzuführen."

 

Die folgenden Kriegsjahre von 1939 - 1945 waren auch für die Freiwillige Feuerwehr Bergham eine harte Zeit. Die meisten Feuerwehrkameraden standen an Deutschlands Fronten in Ost und West. Aber es konnte trotzdem ein notdürftiger Hilfsdienst durch die Wehr aufrecht erhalten werden. So sind auch die Aufzeichnungen aus dieser Zeit spärlich. Kein Protokoll gibt Aussage, weil eben niemand mehr zur Verfügung stand, sich dieser Angelegenheiten anzunehmen.

Dank glücklicher Umstände konnte die Wehr 1945 mit nur wenigen Verlusten an Ausrüstungsgegenständen das Inferno des Krieges und der Bombennächte einigermaßen intakt überstehen, wenn auch die Zahl der gefallenen Mitglieder während des zweiten Weltkrieges hoch war.

Mit dem Jahr 1946 begann der Wiederaufbau des Feuerwehrwesens in Bayern. Bereits vor Inkrafttreten der Verfassung des Freistaates Bayern wurden durch das alliierte Kontrollratsgesetz Nr. 41 die Freiwilligen Feuerwehren als Vereine und Verbände des bürgerlichen Rechts wieder zugelassen. (Quelle: BVGI. 1946 Nr. 20, S. 298)

Nach den Kriegswirren und deren Auswirkungen fand erstmals am 18. Januar 1948 in der Gastwirtschaft Schuierer in Bergham wieder eine Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bergham statt. Das Protokoll berichtet darüber:

 

"Es waren 30 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bergham erschienen. Bei der Generalversammlung waren Herr Kreisbrandinspektor Josef Rumpl sowie Kreisbrandmeister Fuchs anwesend. Kreisbrandinspektor Rumpl gab verschiedene Anordnungen und Richtlinien der Militärregierung bekannt. Wichtigster Tagungspunkt war die Neuwahl eines Verwaltungsrates. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde besonders die Anschaffung einer Motorspritze besprochen."

 

Das Jahr 1948 brachte auch die Währungsreform. Die Währung "Reichsmark" wurde aus dem Verkehr gezogen, die "Deutsche Mark" war die Nachfolgerin. Die sowieso niedrigen Guthaben der Wehr waren durch die Geldreform erheblich geschrumpft. So beschloss der Verwaltungsrat am 20. Juli 1948:

 

"Infolge der Währungsreform ist die Freiwillige Feuerwehr Bergham gezwungen, einen Monatsbeitrag von 20 Pfennig zu erheben."

 

In der Verwaltungsratsitzung am 28. Dezember 1949 beschloss man jedoch wieder, dass der Monatsbeitrag von 20 auf 10 Pfennig zurückgesetzt wird.

 

Am 13. Januar 1952 erfolgte endlich die Übergabe der Tragkraftspritze TS 6/6. Der Preis dafür betrug 2.917,13 DM

Das Protokoll hält darüber fest:

 

"Die Spritze wurde am Regenfluß sofort ausprobiert und für gut befunden. Es wurden dazu auch gleich 75 Meter B-Schläuche bestellt. Nachdem aber der Staatszuschuss noch nicht eingetroffen ist und die Eigenmittel nicht ausreichen, werden noch 500 DM benötigt, Feuerwehrkamerad Franz Zimmerer erklärte sich bereit, diesen Betrag bis zum Eintreffen des Zuschusses vorzustrecken."

 

Da für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Bergham ein Fahrzeug unbedingt erforderlich wurde, fasste der Verwaltungsrat den Beschluss, ein solches zu kaufen. Am 22. Januar 1954 erhielt die Wehr das Fahrzeug Phänomen zu einem Kaufpreis von 1.400 DM. Es erfüllte vorläufig die wichtigsten Einsatzmöglichkeiten.

 

Jahre 1955 - 1978

Ein Höhepunkt in der Geschichte der Wehr war am 26. Juni 1955 die Feier des 50-jährigen Gründungsfestes mit Fahnenweihe. Da die Kasse wie so oft stark strapaziert war, der Kassier aber die neue Fahne bezahlen musste, erklärte sich spontan Franz Zimmerer bereit, die Vorfinanzierung in Höhe von 1.000 DM zu übernehmen. Seine Frau Betty Zimmerer stiftete 1955 dazu auch das Trauerband an die Fahne.

Eine weitere Vervollkommnung der technischen Ausrüstung der FF Bergham bedeutete die Anschaffung eines Gruppenlöschfahrzeugs, das am 14. Januar 1962 durch Geistl. Rat Karl Fichtl die Weihe erhielt. Das Fahrzeug kostete 37.000 DM, wovon die Feuerwehr Bergham durch Eigenleistung und Spenden 12.850 DM aufbrachte; der Zuschuss des Landes Bayern betrug 10.500 DM, der Nittenaus 5.000 DM, der des damaligen Landkreises Roding 9.000 DM. Die Restfinanzierung übernahm die Brandversicherungskammer.

Landrat Sackmann betonte damals, die Wehr Bergham hätte es unbedingt verdient, dass man ihr allgemeines Lob spende, denn sowohl Kommandant und Kreisbrandmeister Hartwich, als auch Kreisbrandinspektor Lehner seien für die Wehren im Landkreis Roding ein Symbol geworden. Die feuerwehrfreudigste Gemeinde im Landkreis sei die Stadt Nittenau, die es fertiggebracht hat, für ihre Wehr ein Tanklöschfahrzeug und für den Ortsteil Bergham ein Gruppen­löschfahrzeug anzuschaffen. Nach einem Schreiben des Herrn Regierungspräsidenten stünden die Feuerwehren Nittenau und Bergham nicht nur ausbildungs­mäßig und ausrüstungsmäßig an der Spitze des Landkreises Roding, sondern dazu leistungsmäßig an der Spitze der Oberpfalz.

Da durch die ständige Modernisierung das bisherige Gerätehaus an der Walderbacher Straße aus allen Nähten zu platzen drohte, wurde auf Antrag der FF Bergham im Jahre 1965 durch die Stadt Nittenau ein neues Feuerwehrgerätehaus erbaut, damit die Gerätschaften der Wehr ordnungsgemäß untergebracht werden konnten. Für den Standort erwarb die Stadt ein Grundstück östlich der Fa. Zimmerer an der Walderbacher Straße. Wie die Chronik berichtete sollte das neue Haus keinen Schlauchtrockenturm besitzen, denn es war beabsichtigt mit Nittenau gemeinsam eine solche Anlage zu schaffen.

Was die Freiwillige Feuerwehr Bergham stets ausgezeichnet hat, ist die starke Beteiligung, ihre Geschlossenheit und Disziplin bei Veranstaltungen und Festlichkeiten der verschiedensten Art. So beteiligte sich die Wehr am 10. September 1967 beim 100-jährigen Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Nittenau mit 70 Mann und war damit die stärkste Wehr des Festzuges.

Eine wesentliche Ergänzung für die Wehr war der Ankauf der TS 8/8 am 24. September 1969. Diese Anschaffung wurde dringend erforderlich, um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Bergham auch weiterhin gewährleisten zu können.

Seit der Generalversammlung am 6. Januar 1971 ging der damalige Bürgermeister Georg Heigl erneut auf die Frage der Schlauchtrockenanlage ein und versprach, dass die Stadt zu einer baldigen Errichtung alles tun würde. Vorstand Michael Hartwich stellte daraufhin fest, dass Bergham keinerlei primäre Ansprüche anmelde, wichtig sei vielmehr, die Anlage umgehend zu bauen.

Noch im selben Jahre aber fiel die Entscheidung, die Schlauchtrockenanlage beim Feuerwehrhaus Bergham zu errichten. Sie soll allen Wehren im Stadtbereich zur Pflege des Schlauchmaterials zur Verfügung stehen. Die FF Bergham nahm dies mit großer Genugtuung zur Kenntnis. Im gleichen Jahre wurde der Turm gebaut und seiner Bestimmung übergeben.

Dass die FF Bergham auch Feste zu veranstalten und zu feiern verstand, bewiesen die bisher drei ausgerichteten Frühlingsfeste

1975 und 1976 jeweils vom 29.05. – 01.06. beide auf dem Gelände der Getränkefabrik Bock und

1977 vom 29.05. - 01.06. auf dem Sportplatz des TSV Nittenau an der Fischbacher Straße.

Neben attraktiven Unterhaltungsprogrammen und Festzeltbetrieb bot die Wehr auch Funkübungen verbunden mit einer Fahrzeugschau. Alle diese Veranstaltungen konnten die FF Bergham als vollen Erfolg verbuchen.

 

Ein besonders großer Tag in ihrer Geschichte stand der FF Bergham am 19. Dezember 1975 ins Haus, als Bürgermeister Karl Baudrexl der Wehr die Schlüssel für den neuen Rüstwagen RW 2 überreichen durfte. Wie der Bürgermeister damals ausführte, sei der Rüstwagen ein großes Opfer für die Stadt und die Wehr. Diese habe nicht nur die Anregung gebracht, sondern ist uns so lange auf den Zehen gestanden, bis wir uns haben erweichen lassen.

 

Das Fahrzeug kostete rund 261.000 DM, dazu kam die Rettungsschere mit 23.600 DM. Der Bürgermeister führte weiter aus:

 

"Dies ist eine gewaltige Leistung, auch der Wehr, die damit eine große Verpflichtung eingegangen ist."

 

Der damalige Kommandant Hans Winkler betonte, dass sich die Wehr der hohen Verantwortung bewusst sei und versprach, auch ausbildungsmäßig das Möglichste zu tun, um mit dem Fahrzeug richtig umgehen zu können.

Am Samstag, den 30. Mai 1976 wurde im Rahmen des zweiten Frühlingsfestes dem Fahrzeug durch Stadtpfarrer Dickinger die kirchliche Weihe erteilt und das bis dahin teuerste Gerät der Berghamer Wehr feierlich seiner Bestimmung übergeben.

Bis heute kann festgestellt werden, dass sich diese Anschaffung bezahlt gemacht hat. Bei vielen Unfällen konnte die FF Bergham mit diesem Fahrzeug helfend eingreifen.

Die Wehr ruhte sich jedoch nicht auf ihren Lorbeeren aus, sondern bemühte sich weiterhin um die Vervollkommnung ihrer Anlagen an der Walderbacher Straße.

 

Sowohl der Vorstand als auch der Kommandant setzten sich mit den Stimmen ihrer Mitglieder um die Erweiterung des Gerätehauses ein. Man hatte bereits einen Um- bzw. einen Anbau des Feuerwehrgerätehauses ins Auge gefasst. So beschloss der Verwaltungsrat am 1. Oktober 1977 die Umbaumaßnahmen des Hauses an der Walderbacher Straße.

Nach den Planungsunterlagen sollte das Haus einen Unterrichtsraum, eine Zentralheizung und sanitäre Anlagen enthalten. Nach der Genehmigung durch die zuständigen Behörden begann die FF Bergham mit dem Bau. Durch einen enorm hohen Beitrag an Eigenleistungen beteiligten sich die Mitglieder in dankenswerter Weise an der Fertigstellung der Baumaßnahmen, und so konnte am 15. August 1978 die Einweihung des am modernsten eingerichteten Feuerwehrhauses geschehen.

Mit einer beispielhaften Gemeinschaftsleistung von unzähligen, freiwilligen Arbeitsstunden erklärte sich die Wehr zusätzlich bereit, bis zum Eingang der staatlichen Zuschüsse, eine Vorfinanzierung zur Entlastung der Stadt von 46.000 DM außerdem zu übernehmen.

Selbst der damalige Landrat Schuierer bezeichnete die Baumaßnahmen als berechtigt und für den jetzigen Stand der Ausstattung und Ausbildung notwendig und meinte, dass die Ausrüstung im Stadtbereich Nittenau optimal sei. Den Einsatz der Aktiven und sonstigen Helfer beim Erweiterungsbau bezeichnete der Landrat als eine beispielhafte Gemeinschaftsleistung, durch die sich die Berghamer Wehr wieder einmal ausgezeichnet habe.

Der damalige 1. Bürgermeister Julius Schmatz dankte ebenfalls der Wehr für die gezeigte wirklich große Leistung; stellvertretend für die vielen Helfer hob Schmatz den Einsatz von Kommandant Hans Winkler, Rudi Weber und Hans Braunreiter besonders hervor.

 

Jahre 1979 - 2001

Einen weiteren Höhepunkt für die Wehren Bergham und Nittenau bedeutete die Ausrichtung des "Floriantages 1979" am Sonntag,

den 6.Mai 1979 in Bergham, am Parkplatz der damaligen KUPA–Halle

Bei herrlichem Frühlingswetter fanden sich zahlreiche Wehren des Landkreises Schwandorf in Bergham ein. Nach dem Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche Nittenau bewegte sich der Festzug nach Bergham, wo auf dem Bahnhofsgelände die Fahrzeuge Aufstellung genommen hatten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen schlossen sich nachmittags verschiedene Schauübungen der Wehren an.

1980 zählte die FF Bergham mit 286 aktiven und passiven Mitgliedern zu den mitgliederstärksten Vereinen der Stadt Nittenau. Davon leisteten 110 Wehrmänner aktiven Dienst.

Was die Einsatzbereitschaft der Wehr anbelangte, zeigte besonders der hohe Ausbildungsstand. Eine große Zahl von Gruppen hatte sich den verschiedensten Leistungsprüfungen unterzogen und erfolgreich bestanden.

Besonders stolz war die Feuerwehr Bergham auf zwei im Löschwesen ausgebildete Damengruppen (je 10 Teilnehmerinnen), die ihre Prüfung ablegten und im Notfall einsatzbereit waren. Auch auf den Nachwuchs wurde ein besonderes Augenmerk gelegt. So unterzogen sich 1980 drei Junggruppen den Prüfungen und legten das Jugendleistungszeichen ab (insgesamt 33 Teilnehmer).

Dann zeichneten sich die Vorbereitungen für das 75-jährige Gründungsfest ab. Am 11. November 1979 warb die FF Bergham feierlich um die Patenschaft der FF Nittenau.

 

Als Ersatz für den Borgward erhielt die FF am 6. August 1983 ein LF 8 Typ Mercedes/Metz.

Am 7. März 1988 beschloss die Wehr wegen der beengten Räume an die Stadt Nittenau mit der Bitte heranzutreten, das Gerätehaus durch einen Anbau zu erweitern. Im Verlauf der Planungen stellte sich heraus, dass eine Sanierung des gesamten Gerätehauses erforderlich ist.

Nach Ostern 1991 begann man mit den Bauarbeiten und konnte bereits am 30. November 1991 wieder die Fahrzeuge in das Gerätehaus einbringen. Als vorteilhaft erwies sich auch die Verlagerung der Sirene auf das Gerätehaus. Wie schon bei den vorangegangenen Gerätehausbauten und Beschaffungen erbrachte die FF Bergham auch bei dieser Maßnahme dankenswerter Weise wieder Eigenleistungen.

Nach der Wahl am 6. Januar 1995 Franz Schuierers zum 1. Kommandanten und Karl-Heinz Stich zum stellvertretenden Kommandanten der Berghamer Feuerwehr trieb ein wahrlich innovativer „Ruck“ die Ausrüstung, die Ausbildung und das Ansehen der Wehr weit an die Spitze des Landkreises.

Mit dem sanierten Feuerwehrgerätehaus und der darin befindlichen Gerätschaften machte Schuierer einen sog. „Kassensturz“ und beantragte den Ankauf eines LF 8/6 Typ Mercedes/Ziegler welches wegen des schlechten Zustandes des alten LF 8 der Firma Metz dringend notwendig wurde.

Am 4. Novemer 1996 fand dann die Schlüsselübergabe für das neue Löschfahrzeug statt.

Kaum war das neue Fahrzeug in den Händen der sichtlich erfreuten Berghamer Wehrmänner, beantragte Schuierer die Neuanschaffung des in die Jahre gekommenen RW 2

Zwischen Bestellung und Auslieferung des neuen RW 2 erstand die Wehr einen gebrauchten VW-Bus, der in ausdrücklicher Eigenleistung gekauft und zu einem MZF (Mehrzweckfahrzeug) umgebaut wurde.

Auch der Florianstag kehrte wieder nach Bergham ein. Auf dem Parkplatz der Firma Getränke Bock und der angrenzenden Grünanlagenfläche wurde am 8. Mai 1999 dem hl. Schutzpatron wieder die Ehre erwiesen.

Am 10. Oktober 1999 war es dann soweit. Die feierliche Übergabe der Fahrzeugschlüssel des Rüstwagens fand im schön geschmückten Gerätehaus der FF Bergham statt.

Bis heute hat die Freiwillige Feuerwehr Bergham durch ihre Kameradschaft, Ausbildung und Ausrüstung schon vielen Menschen und Tieren geholfen, oft sogar das Leben gerettet und die Umwelt vor Schäden bewahrt.

 

Und dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern!